Seltene Nierenkrankheiten – die stille Gefahr 2.0
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Programm 10.09.2026
Medizinischer Hintergrund der Veranstaltung
Seltene Nierenerkrankungen bleiben im klinischen Alltag häufig lange unerkannt. Ihre Symptomatik ist oft unspezifisch, die Diagnosewege komplex und die therapeutischen Optionen entwickeln sich rasant weiter. Die Fortbildung „Seltene Nierenerkrankungen – die stille Gefahr 2.0″ greift diese Herausforderungen auf und verbindet aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit praxisnahen Entscheidungswegen.
Ein erster Schwerpunkt liegt auf der Genetik als Schlüssel zur personalisierten Nephrologie. Genetische Diagnostik verändert zunehmend, wie seltene Nierenerkrankungen eingeordnet, klassifiziert und behandelt werden. Hereditäre Ursachen werden heute früher erkannt, was nicht nur die Therapieplanung, sondern auch die Familienberatung und das Risikomanagement beeinflusst. Die Fortbildung zeigt, wann und für wen genetische Testung in der klinischen Realität sinnvoll ist.
Biomarker in der Nephrologie stehen im zweiten Programmblock im Mittelpunkt. Neue diagnostische Parameter ergänzen klassische Laborwerte und ermöglichen eine präzisere Einschätzung von Krankheitsaktivität, Progressionsrisiko und Therapieansprechen. Die Frage, welche Biomarker heute bereits klinisch nutzbar sind und welche Entwicklungen in den nächsten Jahren zu erwarten sind, wird anhand aktueller Daten eingeordnet.
Die IgA-Nephropathie befindet sich therapeutisch im Wandel. Neue Leitlinien, verbesserte Risikostratifizierungsmodelle und zugelassene zielgerichtete Therapien verändern das klinische Management dieser häufigsten primären Glomerulopathie grundlegend. Die Fortbildung zu seltenen Nierenerkrankungen ordnet diese Entwicklungen praxisnah ein und diskutiert, welche Patienten von einer spezifischen Therapie profitieren.
Das Komplementsystem rückt als therapeutisches Target zunehmend in den Fokus. Neue Behandlungsoptionen bei komplementvermittelten Nierenerkrankungen eröffnen Perspektiven, die noch vor wenigen Jahren nicht denkbar waren. Die Fortbildung beleuchtet aktuelle Therapieoptionen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen in diesem dynamischen Forschungsfeld.
Abschließend richtet die Veranstaltung den Blick auf künstliche Intelligenz in der Nephrologie. Die Frage, wie KI-gestützte Verfahren die Individualisierung der Therapie bei seltenen Nierenerkrankungen künftig verändern werden, wird kritisch und praxisorientiert diskutiert – zwischen bereits verfügbaren Anwendungen und realistischen Zukunftsperspektiven.
Das vollständige wissenschaftliche Programm mit Referenten und Zeitstruktur ist im Detail im Veranstaltungsdokument aufgeführt: Download Programm Seltene Nierenerkrankungen