Echokardiographie bei Verdacht auf kardiale Amyloidose
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Programm
17.06.2026
Medizinischer Hintergrund der Veranstaltung
Die kardiale Amyloidose wird heute deutlich häufiger diagnostiziert als noch vor wenigen Jahren. Verbesserte diagnostische Methoden, ein geschärftes klinisches Bewusstsein und der zunehmende Einsatz moderner Bildgebungsverfahren haben dazu beigetragen, dass die Erkrankung früher erkannt und gezielter behandelt werden kann. Die Echokardiographie nimmt in diesem diagnostischen Prozess eine zentrale Rolle ein und ist häufig der erste Schritt auf dem Weg zur Diagnose.
Charakteristische echokardiographische Befunde wie eine erhöhte Wanddicke, diastolische Funktionsstörungen oder ein granulär-glitzerndes Myokardmuster können erste Hinweise auf eine kardiale Amyloidose liefern. Besondere Bedeutung kommt dabei dem globalen Longitudinal-Strain-Imaging zu. Das typische Muster des „Apical Sparing” mit relativ erhaltener apikaler Funktion bei basaler und medialer Einschränkung ist ein sensitives Merkmal der kardialen Amyloidose und kann helfen, die Erkrankung von anderen Ursachen einer Wanddickenzunahme abzugrenzen. Voraussetzung ist eine strukturierte Durchführung und eine erfahrene Interpretation dieser Befunde.
Die Veranstaltung greift genau diese klinische Herausforderung auf und vermittelt anhand realer Fälle, wie echokardiographische Befunde bei Verdacht auf kardiale Amyloidose systematisch eingeordnet werden. Drei Live-Stationen mit rotierenden Gruppen ermöglichen eine intensive Auseinandersetzung mit konkreten Bildbeispielen: Eine Station widmet sich der hypertrophen Ventrikelwand bei unklarer Herzinsuffizienz, eine weitere der Differenzialdiagnose zwischen Amyloidose, hypertensiver Herzerkrankung und hypertropher Kardiomyopathie. An der dritten Station können Teilnehmende die globale Longitudinal-Strain-Analyse selbst durchführen und optimieren.
Ergänzt wird das fallbasierte Programm durch einen Überblick über diagnostische Algorithmen beim echokardiographischen Screening sowie eine Vorstellung des Norddeutschen Amyloidosezentrums am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel. Dessen Strukturen und klinische Perspektiven verdeutlichen, welche Rolle spezialisierte Zentren in der Versorgung von Patienten mit kardialer Amyloidose spielen.
Das vollständige wissenschaftliche Programm mit Referenten und Zeitstruktur ist im Detail im Veranstaltungsdokument aufgeführt: Download Programm Echokardiographie bei kardialer Amyloidose
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