Samstag, 14.11.2026 | 09.00 – 16.00 Uhr
Pullman Berlin Schweizerhof | Veranstalter: Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH
Vivantes Herztag 2026
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Medizinischer Hintergrund
Der Vivantes Herztag bringt in kompakten Vorträgen mit anschließender Diskussion die wichtigsten Leitlinien-Updates des Jahres direkt an den Patienten. Zwei Referenten beleuchten im schnellen Wechsel die zentralen ESC- und S3-Leitlinien 2026, jeweils mit einer pointierten Praxis-Rückfrage, was sich konkret für die Patientenversorgung ändert, und schließen mit einer gemeinsamen Take-Home-Message samt Live-Voting des Publikums ab. Abgedeckt werden dabei die ESC-Leitlinien zu Herzinsuffizienz, kardiovaskulärer Erkrankung bei chronischer Nierenerkrankung und der 5. Definition des Myokardinfarkts sowie die S3-Leitlinien zu kardiovaskulären Komorbiditäten bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und zur Thromboembolie-Prophylaxe.
Der Themenblock „Der Patient mit Atemnot" führt vom Leitsymptom zur Diagnose: Herzinsuffizienz bei HFpEF und Adipositas mit leitliniengerechter Therapie durch GLP-1-Rezeptoragonisten, SGLT2-Inhibitoren und Finerenon, die neue AHA/ACC-Klassifikation der Lungenembolie mit PERT-Teams und DOAK-First-Strategie sowie kardiale Amyloidose als diagnostisches Chamäleon mit Screening und Szintigraphie. Der Vivantes Herztag ordnet diese drei Differenzialdiagnosen bei Dyspnoe praxisnah ein.
„Der Patient mit hohem Risiko" widmet sich Prävention, Lipidologie, Koronardiagnostik und antithrombozytärer Therapie: das Lipid-Update zu SCORE2, Bempedoinsäure, PCSK9-Inhibitoren, Inclisiran und der Lp(a)-Perspektive, die Inkretin-Revolution mit SELECT, SOUL und FLOW als kardiovaskulärer und renaler Gamechanger, bildgebungsgestützte PCI mit IVUS und OCT als neuem Standard im Katheterlabor sowie DAPT-Deeskalation nach PCI. Ein Live-Experiment stellt zudem künstliche Intelligenz gegen den Kardiologen bei der EKG-Befundung an.
Ein eigener Themenblock widmet sich der Gender-Kardiologie als klinischem Faktor: der Gender-Gap bei Unter- und Fehldiagnose, den anderen Herzinfarkten MINOCA, SCAD und Takotsubo, dem Geschlecht als diagnostischer Weiche zwischen HFpEF und Amyloidose, geschlechtsspezifischen Unterschieden beim CHA₂DS₂-VASc-Score sowie Schwangerschaft als kardiovaskulärem Stresstest durch Präeklampsie und peripartale Kardiomyopathie. Ein Live-Voting zu drei klinischen Szenarien macht diese Unterschiede unmittelbar erlebbar.
Den Abschluss bildet „Der Patient mit Herzrhythmusstörung": Pulsed-Field-Ablation als Erstlinientherapie nach aktueller Studienlage, die Frage nach Device-Verschluss oder NOAK-Fortführung nach Ablation, eine neue Synkopen-Leitlinie mit Risikostratifizierung und CLS-Pacing sowie der Umgang mit subklinischem Vorhofflimmern aus Wearables und implantierbaren Monitoren. Eine interaktive Pro-Contra-Debatte zur frühzeitigen Ablation bei Vorhofflimmern und eine standortübergreifende Case-Challenge runden den Vivantes Herztag ab.
