Prevention Summit Berlin & ESC Highlights
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Programm
02.-03.10.2026
14.30 Registrierung & kollegialer Austausch
15.45
Prof. Dr. Heribert Schunkert
10.00
Universität Zürich; Imperial College London
Medizinischer Hintergrund der Veranstaltung
Die kardiovaskuläre Prävention hat sich in den letzten Jahren grundlegend weiterentwickelt und ist heute ein zentraler Bestandteil der modernen Medizin. Während klassische Risikofaktoren wie Hypertonie, Dyslipidämie und Diabetes weiterhin eine entscheidende Rolle spielen, rücken zunehmend neue pathophysiologische Mechanismen und individualisierte Therapieansätze in den Fokus. Der Prevention Summit Berlin greift diese Entwicklungen auf und stellt aktuelle Strategien zur Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen in den Mittelpunkt.
Ein wesentlicher Bestandteil der Prävention ist die frühzeitige Identifikation und konsequente Behandlung von Risikofaktoren. Neben etablierten Parametern gewinnen neue Risikomarker und diagnostische Verfahren an Bedeutung. Dazu zählen unter anderem genetische Risikoprofile, entzündliche Marker sowie Erkenntnisse aus der Mikrobiomforschung. Diese erweitern das Verständnis der Atherosklerose und eröffnen neue Möglichkeiten für eine personalisierte Risikostratifikation.
Die medikamentöse Prävention hat sich ebenfalls deutlich weiterentwickelt. Neben klassischen Therapien zur Blutdruck- und Lipidsenkung stehen heute innovative Wirkstoffe zur Verfügung, die gezielt in pathophysiologische Prozesse eingreifen. Insbesondere neue Ansätze in der Lipidtherapie, einschließlich moderner LDL-Senkungsstrategien und Therapien gegen Lipoprotein(a), eröffnen zusätzliche Optionen für Hochrisikopatienten. Auch im Bereich der Adipositas- und Diabetesbehandlung haben neue Substanzklassen wie Inkretin-basierte Therapien das therapeutische Spektrum erweitert.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der ganzheitlichen Betrachtung kardiovaskulärer Erkrankungen. Erkrankungen wie chronische Nierenerkrankung, Herzinsuffizienz oder metabolische Störungen sind eng miteinander verknüpft und beeinflussen das individuelle Risiko maßgeblich. Moderne Präventionskonzepte berücksichtigen daher zunehmend diese komplexen Zusammenhänge und zielen auf eine integrative Versorgung ab.
Neben der Primärprävention gewinnt auch die Sekundärprävention nach kardiovaskulären Ereignissen weiter an Bedeutung. Patienten nach Myokardinfarkt oder Schlaganfall profitieren von strukturierten Präventionsstrategien, die sowohl medikamentöse als auch lebensstilbezogene Maßnahmen umfassen. Die Herausforderung besteht darin, evidenzbasierte Therapieempfehlungen konsequent in die klinische Praxis zu übertragen.
Ein zentrales Element des Prevention Summit Berlin ist die Einordnung aktueller wissenschaftlicher Entwicklungen in den Kontext neuer Leitlinien. Die zeitnahe Diskussion der ESC-Leitlinien 2026 zu Themen wie Herzinsuffizienz, chronische Nierenerkrankung, kardiologische Rehabilitation und Myokardinfarkt ermöglicht eine direkte Umsetzung neuer Empfehlungen in den klinischen Alltag. Dadurch wird eine Brücke zwischen aktueller Evidenz und praktischer Anwendung geschlagen.
Durch die Kombination aus translationaler Forschung, klinischer Evidenz und praxisorientierter Diskussion bietet der Prevention Summit Berlin eine umfassende Plattform für die Weiterentwicklung der kardiovaskulären Prävention. Ziel ist es, Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen, Therapieentscheidungen zu optimieren und langfristig kardiovaskuläre Ereignisse zu reduzieren.
Das vollständige wissenschaftliche Programm mit Referenten und Zeitstruktur ist im Detail im Veranstaltungsdokument aufgeführt: Download Programm Prevention Summit Berlin