ANCA-ASSOZIIERTE VASKULITIDEN: NACHLESE DES 22. INTERNATIONAL VASCULITIS WORKSHOP & 4. ANCA-VASKULITIS-FALLKONFERENZ
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Programm
26.03.2026
Medizinischer Hintergrund der Veranstaltung
Die Veranstaltung ANCA-Vaskulitiden widmet sich der Diagnostik und Therapie einer Gruppe seltener, aber klinisch hochrelevanter Autoimmunerkrankungen, die durch eine nekrotisierende Entzündung kleiner Gefäße gekennzeichnet sind. Aufgrund ihrer systemischen Manifestation betreffen ANCA-Vaskulitiden häufig mehrere Organsysteme gleichzeitig und stellen damit besondere Anforderungen an die klinische Entscheidungsfindung.
Ein Schwerpunkt liegt auf aktuellen wissenschaftlichen Entwicklungen und pathophysiologischen Grundlagen. Neue Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung zeigen, dass die Erkrankung nicht ausschließlich durch Autoantikörper bestimmt wird, sondern durch ein komplexes Zusammenspiel aus Immunaktivierung, Komplementaktivierung und endothelialer Schädigung entsteht. Die Veranstaltung ANCA-Vaskulitiden ordnet diese Mechanismen in die klinische Praxis ein und verdeutlicht ihre Bedeutung für Therapieentscheidungen.
Besondere Aufmerksamkeit gilt der Rolle von Biomarkern. Die Diagnostik von ANCA-Vaskulitiden entwickelt sich zunehmend von der reinen Antikörperbestimmung hin zu einer differenzierten Verlaufsbeurteilung. Biomarker können heute nicht nur die Diagnose unterstützen, sondern auch Aktivität, Prognose und Therapieansprechen abbilden. Dadurch verändert sich die Therapieführung von einem starren Schema zu einer dynamischen Krankheitskontrolle.
Therapeutisch befinden sich ANCA-Vaskulitiden in einem grundlegenden Wandel. Während früher hochdosierte Immunsuppression dominierte, ermöglichen moderne Therapieansätze eine gezieltere Behandlung mit verbessertem Nebenwirkungsprofil. Die Veranstaltung ANCA-Vaskulitiden diskutiert neue Behandlungsstrategien sowie deren Bedeutung für Remissionserhaltung und Langzeitprognose.
Ein weiterer zentraler Bestandteil sind klinische Fallkonferenzen. Anhand realer Fälle aus Pneumologie, Nephrologie und intensivmedizinischen Situationen wird deutlich, wie heterogen sich ANCA-Vaskulitiden präsentieren können. Die interdisziplinäre Betrachtung verdeutlicht, dass Diagnose und Therapie häufig erst im Zusammenspiel verschiedener Fachrichtungen eindeutig festgelegt werden können.
Auch die Bewertung von Krankheitsverläufen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Outcomes bei ANCA-Vaskulitiden hängen stark vom frühzeitigen Erkennen und der richtigen Therapiestrategie ab. Die Veranstaltung zeigt, welche Faktoren Rezidive begünstigen und wie sich langfristige Organschäden vermeiden lassen.
Die Veranstaltung ANCA-Vaskulitiden verbindet damit Grundlagenforschung, klinische Diagnostik und therapeutische Strategien zu einem strukturierten Gesamtbild. Ziel ist es, die komplexe Erkrankung besser einzuordnen und evidenzbasierte Entscheidungen im klinischen Alltag zu unterstützen.
Das vollständige wissenschaftliche Programm mit Referenten und Zeitstruktur ist im Detail im Veranstaltungsdokument aufgeführt: Download Programm ANCA-Vaskulitiden