Ostsee Herztag 2026
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die moderne Herz- und Gefäßmedizin befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Neue diagnostische und therapeutische Möglichkeiten, zunehmende Spezialisierung sowie veränderte strukturelle Rahmenbedingungen stellen uns täglich vor neue Herausforderungen, eröffnen aber zugleich große Chancen für eine noch bessere Patientenversorgung.
Mit dem diesjährigen Ostseeherztag möchten wir aktuelle Entwicklungen der kardiovaskulären Medizin praxisnah, interdisziplinär und mit besonderem Blick auf die Versorgungssituation in Vorpommern diskutieren. Im Mittelpunkt stehen dabei Themen wie die moderne Herzinsuffizienztherapie, Rhythmologie (auch) als Präventionsmedizin, leitliniengerechte interventionelle Kardiologie sowie innovative Strategien in der Behandlung akuter kardiopulmonaler Erkrankungen.
Besonders wichtig ist uns der Austausch zwischen ambulanter und stationärer Versorgung, zwischen universitärer Medizin und regionalen Versorgungsstrukturen sowie zwischen erfahrenen Expertinnen und Experten und dem medizinischen Nachwuchs. Gerade in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern sind sektorenübergreifende Zusammenarbeit, Telemedizin und moderne Versorgungskonzepte von entscheidender Bedeutung.
Neben wissenschaftlicher Aktualität möchten wir Ihnen vor allem konkrete Impulse für den klinischen Alltag vermitteln. Fallpräsentationen, Diskussionen und unsere „Speed Updates“ sollen aktuelle Evidenz mit praktischer Erfahrung verbinden.
Ich freue mich auf den inspirierenden fachlichen Austausch mit Ihnen.
Ihr Prof. Dr. Dr. Christian Templin
Direktor der Klinik für Innere Medizin B
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Programm 28.11.2026
08.30 Uhr
09.10 – 10.25 Uhr
Rhythmologie als Präventionsmedizin:
Herzinsuffizienz verhindern, bevor sie entsteht
Dr. Peter Abel & Dr. Danika Städing
Universitätsmedizin Greifswald
Klinikum Karlsburg
Klinikum Karlsburg
Medizinischer Hintergrund der Veranstaltung
Der Ostsee Herztag widmet sich der Zukunft der kardiovaskulären Versorgung in Vorpommern und verbindet wissenschaftliche Aktualität mit konkreten Impulsen für den klinischen Alltag. Besonderes Gewicht liegt auf dem Austausch zwischen ambulanter und stationärer Versorgung, zwischen universitärer Medizin und regionalen Versorgungsstrukturen sowie auf sektorenübergreifender Zusammenarbeit und Telemedizin in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern.
Ein erster Schwerpunkt liegt auf der Zukunft der Herzinsuffizienzversorgung. Leitliniengerechte GDMT in der Herzinsuffizienz-Ambulanz, der optimale Zeitpunkt für eine Chirurgie bei Herzinsuffizienz als Teamleistung sowie Advanced Heart Failure mit LVAD und Transplantation werden praxisnah diskutiert. Der Ostsee Herztag zeigt, wie sich diese Versorgungsschritte in der Region konkret umsetzen lassen.
Im Anschluss steht Rhythmologie als Präventionsmedizin im Fokus, mit dem Ziel, Herzinsuffizienz zu verhindern, bevor sie entsteht. Diskutiert werden die Frage, welche Patientinnen und Patienten tatsächlich von Ablation und Device-Therapie profitieren, sowie His-Bündel- und linksschenkelnahe Stimulation als physiologisches Pacing in der Praxis, ergänzt durch Fallpräsentationen. Der Ostsee Herztag ordnet diese präventiven Ansätze in den klinischen Alltag ein.
Ein weiterer Programmpunkt widmet sich der leitliniengerechten Indikationsstellung beim Herzkatheter zwischen Guidelines und individueller Patientenversorgung. Die aktuellen ESC-Leitlinien KHK 2025 zur Revaskularisation sowie Algorithmen für CT-Koronarangiographie, Stress-MRT und invasive Diagnostik werden anhand eines Patientenfalls praxisnah eingeordnet. Der Ostsee Herztag schafft damit eine direkte Brücke zwischen Leitlinie und individueller Entscheidung.
Die akute Lungenarterienembolie 2026 bildet einen eigenen Schwerpunkt, mit Risikostratifizierung und interdisziplinärem PERT-Team-Management, der Frage nach systemischer Lyse versus kathetergestützter Thrombektomie bei intermediär-hoher LAE sowie den strukturellen Konsequenzen von AOP, Hybrid-DRGs und Ambulantisierung für die LAE-Versorgung. Der Ostsee Herztag verdeutlicht, wie sich Evidenz und Versorgungsstrukturen hier gegenseitig beeinflussen.
Den Abschluss bildet das Speed-Update mit den Highlights des Jahres 2026 aus interventioneller Kardiologie, Prävention, Pneumologie, Intensivmedizin, Angiologie, Rhythmologie und Herzinsuffizienz. Der Ostsee Herztag verbindet damit ein breites fachliches Update mit unmittelbarem interdisziplinärem Austausch.
Das vollständige wissenschaftliche Programm mit Referentinnen und Referenten sowie Zeitstruktur ist im Detail im Veranstaltungsdokument aufgeführt: Download Programm Ostsee Herztag 2026