Samstag, 28.11.2026 | 09.00 – 16.00 Uhr | Kulturbahnhof Greifswald

Ostsee Herztag 2026

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die moderne Herz- und Gefäßmedizin befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Neue diagnostische und therapeutische Möglichkeiten, zunehmende Spezialisierung sowie veränderte strukturelle  Rahmenbedingungen stellen uns täglich vor neue Herausforderungen, eröffnen aber zugleich große Chancen für eine noch bessere Patientenversorgung.

Mit dem diesjährigen Ostseeherztag möchten wir aktuelle Entwicklungen der kardiovaskulären Medizin praxisnah, interdisziplinär und mit besonderem Blick auf die Versorgungssituation in Vorpommern diskutieren. Im Mittelpunkt stehen dabei Themen wie die moderne Herzinsuffizienztherapie, Rhythmologie (auch) als Präventionsmedizin, leitliniengerechte interventionelle Kardiologie sowie innovative Strategien in der Behandlung akuter kardiopulmonaler Erkrankungen.

Besonders wichtig ist uns der Austausch zwischen ambulanter und stationärer Versorgung, zwischen universitärer Medizin und regionalen Versorgungsstrukturen sowie zwischen erfahrenen Expertinnen und Experten und dem medizinischen Nachwuchs. Gerade in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern sind sektorenübergreifende Zusammenarbeit, Telemedizin und moderne Versorgungskonzepte von entscheidender Bedeutung.

Neben wissenschaftlicher Aktualität möchten wir Ihnen vor allem konkrete Impulse für den klinischen Alltag vermitteln. Fallpräsentationen, Diskussionen und unsere „Speed Updates“ sollen aktuelle Evidenz mit praktischer Erfahrung verbinden.

Ich freue mich auf den inspirierenden fachlichen Austausch mit Ihnen.

Ihr Prof. Dr. Dr. Christian Templin
Direktor der Klinik für Innere Medizin B

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Programm 28.11.2026

08.30 Uhr

Registrierung & kollegialer Austausch
09.00 Uhr
Begrüßung, Einführung und Gesamtmoderation
PD Dr. Stephanie Könemann & Prof. Dr. Dr. Christian Templin
Universitätsmedizin Greifswald

09.10 – 10.25 Uhr

Rhythmologie als Präventionsmedizin:
Herzinsuffizienz verhindern, bevor sie entsteht

Vorsitz
Dr. Astrid Hummel & Dr. Dirk Menzel
09.10 Uhr
Idealpatient vs. Patientenrealität: Ablation & Device-Therapie, aber wer profitiert wirklich?
Dr. Danika Städing
Klinikum Karlsburg
09.30 Uhr
Fallpräsentationen
Dr. Shaojie Chen & Dr. Ramin Ebrahimi
Universitätsmedizin Greifswald
09.50 Uhr
HIS-Bündel- & linksschenkelnahe Stimulation: Physiologisches Pacing in der Praxis
Dr. Matthias Heukäufer
Universitätsmedizin Greifswald
10.10 Uhr
Diskussion mit dem Plenum
10.20 Uhr
Kaffeepause & kollegialer Austausch
10.50 – 12.05 Uhr
Herzkatheter: zwischen Guidelines & individueller Patientenversorgung
Vorsitz
Prof. Dr. Stephan Felix & Prof. Dr. Dr. Christian Templin
10.50 Uhr
ESC-Leitlinien KHK 2025: Indikation zur Revaskularisation aktuell
Dr. Florian Schmidt
Klinikum Karlsburg
11.10 Uhr
CT-Koronarangiographie, Stress-MRT oder invasiv: Algorithmen für die Praxis
Prof. Dr. Robert Manka
Universitätsspital Zürich
11.30 Uhr
Der Patientenfall
Prof. Dr. Dr. Christian Templin & PD Dr. Stephanie Könemann
Universitätsmedizin Greifswald
11.50 Uhr
Diskussion mit dem Plenum
12.05 – 13.00 Uhr
Akute LAE 2026: Risikostratifizierung & interdisziplinäres PERT-Team-Management
Vorsitz
PD Dr. Matthias Napp & Dr. Christine Knaak
12.05 Uhr
Systemische Lyse bei akuter LAE: Wann noch, wann nicht mehr?
Dr. Alexander Heine
Universitätsmedizin Greifswald
12.25 Uhr
Kathetergestützte Thrombektomie bei intermediär-hoher LAE: Evidenz vs. Erwartung
Martin Freyer
Universitätsmedizin Greifswald
12.45 Uhr
Diskussion mit dem Plenum
13.00 Uhr
Mittagspause & kollegialer Austausch
13.45 – 15.00 Uhr
Zukunft der Herzinsuffizienzversorgung in Vorpommern
Vorsitz

Dr. Peter Abel & Dr. Danika Städing

13.45 Uhr
Herzinsuffizienz-Ambulanz 2026: Leitliniengerechte GDMT in der Praxis
Dr. Anna Lebedeva

Universitätsmedizin Greifswald

14.05 Uhr
Optimaler Zeitpunkt für Chirurgie bei Herzinsuffizienz – eine Teamleistung
Prof. Dr. Oliver Dewald

Klinikum Karlsburg

14.25 Uhr
Advanced Heart Failure: LVAD, Transplantation und was dazwischen liegt
Stephan Böttcher

Klinikum Karlsburg

14.45 Uhr
Diskussion mit dem Plenum
15.00 – 15.30 Uhr
Moderne Strukturen der UMG
15.00 Uhr
AOP, Hybrid-DRGs & Ambulantisierung: Strukturelle Konsequenzen für die LAE-Versorgung
Dr. Christine Knaak
Universitätsmedizin Greifswald
15.15 Uhr
Diskussion mit dem Plenum
15.30 – 16.10 Uhr
SPEEDUPDATE: Unsere Highlights des Jahres 2026 – Top Studien
Vorsitz
Prof. Dr. Stephan B. Felix
15.30 Uhr
Update interventionelle Kardiologie
Prof. Dr. Dr. Christian Templin
Universitätsmedizin Greifswald
15.35 Uhr
Update Prävention
PD Dr. Stephanie Könemann
Universitätsmedizin Greifswald
15.40 Uhr
Update Pneumologie
Dr. Alexander Heine
Universitätsmedizin Greifswald
15.45 Uhr
Update Intensivmedizin/Weaning
Dr. Peter Abel
Universitätsmedizin Greifswald
15.50 Uhr
Update Angiologie/Gefäßchirurgie
Martin Freyer
Universitätsmedizin Greifswald
15.55 Uhr
Update Rhythmologie
Dr. Danika Städing
Klinikum Karlsburg
16.00 Uhr
Update Strukturelle Herzerkrankungen
Dr. Ronald Bittner
Klinikum Karlsburg
16.05 Uhr
Update Herzinsuffizienz
Dr. Astrid Hummel
Universitätsmedizin Greifswald
16.10 Uhr
Zusammenfassung & Ausblick
PD Dr. Stephanie Könemann & Prof. Dr. Dr. Christian Templin
Universitätsmedizin Greifswald

Medizinischer Hintergrund der Veranstaltung

Der Ostsee Herztag widmet sich der Zukunft der kardiovaskulären Versorgung in Vorpommern und verbindet wissenschaftliche Aktualität mit konkreten Impulsen für den klinischen Alltag. Besonderes Gewicht liegt auf dem Austausch zwischen ambulanter und stationärer Versorgung, zwischen universitärer Medizin und regionalen Versorgungsstrukturen sowie auf sektorenübergreifender Zusammenarbeit und Telemedizin in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern.

Ein erster Schwerpunkt liegt auf der Zukunft der Herzinsuffizienzversorgung. Leitliniengerechte GDMT in der Herzinsuffizienz-Ambulanz, der optimale Zeitpunkt für eine Chirurgie bei Herzinsuffizienz als Teamleistung sowie Advanced Heart Failure mit LVAD und Transplantation werden praxisnah diskutiert. Der Ostsee Herztag zeigt, wie sich diese Versorgungsschritte in der Region konkret umsetzen lassen.

Im Anschluss steht Rhythmologie als Präventionsmedizin im Fokus, mit dem Ziel, Herzinsuffizienz zu verhindern, bevor sie entsteht. Diskutiert werden die Frage, welche Patientinnen und Patienten tatsächlich von Ablation und Device-Therapie profitieren, sowie His-Bündel- und linksschenkelnahe Stimulation als physiologisches Pacing in der Praxis, ergänzt durch Fallpräsentationen. Der Ostsee Herztag ordnet diese präventiven Ansätze in den klinischen Alltag ein.

Ein weiterer Programmpunkt widmet sich der leitliniengerechten Indikationsstellung beim Herzkatheter zwischen Guidelines und individueller Patientenversorgung. Die aktuellen ESC-Leitlinien KHK 2025 zur Revaskularisation sowie Algorithmen für CT-Koronarangiographie, Stress-MRT und invasive Diagnostik werden anhand eines Patientenfalls praxisnah eingeordnet. Der Ostsee Herztag schafft damit eine direkte Brücke zwischen Leitlinie und individueller Entscheidung.

Die akute Lungenarterienembolie 2026 bildet einen eigenen Schwerpunkt, mit Risikostratifizierung und interdisziplinärem PERT-Team-Management, der Frage nach systemischer Lyse versus kathetergestützter Thrombektomie bei intermediär-hoher LAE sowie den strukturellen Konsequenzen von AOP, Hybrid-DRGs und Ambulantisierung für die LAE-Versorgung. Der Ostsee Herztag verdeutlicht, wie sich Evidenz und Versorgungsstrukturen hier gegenseitig beeinflussen.

Den Abschluss bildet das Speed-Update mit den Highlights des Jahres 2026 aus interventioneller Kardiologie, Prävention, Pneumologie, Intensivmedizin, Angiologie, Rhythmologie und Herzinsuffizienz. Der Ostsee Herztag verbindet damit ein breites fachliches Update mit unmittelbarem interdisziplinärem Austausch.

Das vollständige wissenschaftliche Programm mit Referentinnen und Referenten sowie Zeitstruktur ist im Detail im Veranstaltungsdokument aufgeführt: Download Programm Ostsee Herztag 2026

Ostsee Herztag
Zertifizierung wird beantragt

Location

Sponsoren

Abbott
EUR 10.000
Edwards
EUR 10.000
AstraZeneca
EUR 2.000
Pfizer
EUR 2.000
Medtronic
EUR 2.000

Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
EUR 1.250

GE Healthcare GmbH
EUR 1.250

Novartis Pharma GmbH
EUR 1.250

Siemens Healthineers AG
EUR 1.250

Terumo Deutschland GmbH
EUR 1.250