medpoint. Ärztliche Fortbildungen – CME-zertifiziert!
Mittwoch, 15.04.2026 | 17.00 – 20.30 Uhr | Hallesches Haus Berlin

Ärztliche Expertise vs. KI in der kardiologischen Diagnostik

Die Veranstaltung „Ich sehe was, was du nicht siehst – Ärztliche Expertise vs. KI in der kardiologischen Diagnostik“ widmet sich der wachsenden Bedeutung künstlicher Intelligenz in der Herzmedizin. Im Mittelpunkt stehen neue Möglichkeiten der Bildgebung, datenbasierte Diagnostik und die Frage, wie sich algorithmische Analyse und ärztliche Erfahrung sinnvoll miteinander verbinden lassen.
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Programm
15.04.2026

Wissenschaftliche Leitung
Prof. Dr. Wilhelm Haverkamp
Sana Klinikum Lichtenberg | Deutsches Herzzentrum der Charité (DHZC)
16.30 Registrierung & kollegialer Austausch
17.00
Begrüßung & Standortbestimmung: Wo steht KI heute in der Herzdiagnostik?
Prof. Dr. Fabian Knebel, Prof. Dr. Wilhelm Haverkamp & Prof. Dr. David Duncker
17.10
Mehr sehen im Rhythmus: KI in der modernen Arrhythmiediagnostik
Prof. Dr. David Duncker
Medizinische Hochschule Hannover
17.50
Wenn die Wand zu dick wird: HOCM zwischen Risikoabschätzung & Therapieentscheidung
Prof. Dr. Wilhelm Haverkamp
Sana Klinikum Lichtenberg | Deutsches Herzzentrum der Charité (DHZC)
18.30 Kaffeepause & kollegialer Austausch
19.00
Wenn Proteine außer Kontrolle geraten: Amyloidose im Fokus der modernen Medizin
Prof. Dr. Fabian Knebel
Sana Klinikum Lichtenberg
19.40
KI vs. Knebel – Blick ins Herz: Live-Echokardiografie im Duell mit künstlicher Intelligenz
Prof. Dr. Fabian Knebel
Sana Klinikum Lichtenberg
20.30 Ausklang mit Imbiss & kollegialem Austausch

Medizinischer Hintergrund der Veranstaltung

Die Veranstaltung zur KI in der Kardiologie greift eine zentrale Entwicklung der modernen Herzmedizin auf: die zunehmende Integration datenbasierter Analyseverfahren in diagnostische Prozesse. Fortschritte in der Bildgebung, in der Auswertung großer Datensätze und in der algorithmischen Mustererkennung eröffnen neue Möglichkeiten, strukturelle und funktionelle Veränderungen des Herzens frühzeitig zu erkennen. Gleichzeitig stellt sich die Frage, welche Rolle künstliche Intelligenz künftig in der klinischen Entscheidungsfindung einnehmen wird.

Ein Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf der Rhythmusdiagnostik. Moderne Analyseverfahren ermöglichen eine immer präzisere Auswertung elektrophysiologischer Signale. KI-gestützte Systeme können große Mengen an EKG-Daten auswerten und dabei subtile Veränderungen erkennen, die für das menschliche Auge schwer zu erfassen sind. Die Veranstaltung zeigt, wie solche Systeme bereits heute in der Arrhythmiediagnostik eingesetzt werden und welche Bedeutung sie für zukünftige Screening- und Diagnoseverfahren haben können.

Darüber hinaus wird die Rolle künstlicher Intelligenz in der kardialen Bildgebung diskutiert. Insbesondere in der Echokardiografie ermöglichen automatisierte Analyseverfahren eine präzisere Quantifizierung von Herzstrukturen und Funktionsparametern. Gleichzeitig bleibt die klinische Interpretation der Befunde entscheidend. Die Veranstaltung verdeutlicht, dass diagnostische Qualität nicht allein von der technischen Analyse abhängt, sondern von der Kombination aus algorithmischer Auswertung und klinischer Erfahrung.

Ein weiterer Themenbereich betrifft komplexe strukturelle Herzerkrankungen. Erkrankungen wie die hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie oder die transthyretinassoziierte Amyloidose zeigen, wie wichtig eine präzise diagnostische Einordnung ist. Neue diagnostische Verfahren ermöglichen eine frühere Erkennung dieser Erkrankungen, gleichzeitig erfordert ihre Interpretation weiterhin eine umfassende klinische Expertise.

Die Veranstaltung beleuchtet deshalb nicht nur die technischen Möglichkeiten künstlicher Intelligenz, sondern auch deren Grenzen. Während KI große Datenmengen analysieren und Muster erkennen kann, bleibt die Einordnung im klinischen Kontext eine ärztliche Aufgabe. Gerade bei komplexen Krankheitsbildern zeigt sich, dass Diagnose und Therapieentscheidungen weiterhin eine Kombination aus medizinischem Wissen, Erfahrung und technologischer Unterstützung erfordern.

Die Veranstaltung verbindet damit aktuelle Entwicklungen der digitalen Medizin mit konkreten klinischen Fragestellungen. Ziel ist es, Chancen und Grenzen künstlicher Intelligenz in der kardiologischen Diagnostik realistisch einzuordnen und deren Rolle im zukünftigen klinischen Alltag zu diskutieren.

Das vollständige wissenschaftliche Programm mit Referenten und Zeitstruktur ist im Detail im Veranstaltungsdokument aufgeführt: Download Programm KI in der Kardiologie

Sponsoren

GOLD-PARTNER
Bristol Myers Squibb
EUR 7.500
SILBER-PARTNER
Alnylam
EUR 5.000
BRONZE-PARTNER
Pfizer Pharma GmbH

EUR 3.500