Der komplexe Fall: Gefäßmedizin, Diabetes & kardiovaskuläre Risiken
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Programm
30.05.2026
Lipide – alles in Butter? management in der kardiovaskulären Prävention und was tun, wenn die Prävention zu spät kommt?
Das geschwollene Bein – alles Thrombose? Differenzialdiagnosen und strukturierte Abklärung
Das geschwollene Bein – alles Thrombose? Differenzialdiagnosen und strukturierte Abklärung
Diabetes mellitus – merkst du es noch? Früherkennung, Komplikationen und Versorgungsstrategien
Verordnen ohne Stress! wie verhindere ich Regress?
PROGRAMM FÜR DIE ASSISTENZ/MFAs mit HANDS-ON-WORKSHOPS
- Kompressionstherapie mit Kurzzugbinden & Mehrlagensystem – Theorie und praktische Anwendung
- Basiswissen Wundversorgung
- Die Verwandlung des “Gummistrumpfes” oder moderne Kompressiontherapie im Praxisalltag
Medizinischer Hintergrund der Veranstaltung
Gefäßmedizinische Patienten stellen häufig komplexe klinische Herausforderungen dar, da multiple Risikofaktoren und Komorbiditäten gleichzeitig berücksichtigt werden müssen. Insbesondere die Kombination aus Diabetes mellitus, arteriellen und venösen Gefäßerkrankungen sowie kardiovaskulären Risikoprofilen erfordert eine strukturierte und interdisziplinäre Herangehensweise.
Die leitliniengerechte Prävention und Therapie kardiovaskulärer Ereignisse bildet dabei eine zentrale Grundlage. Lipidmanagement spielt insbesondere bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit oder nach Schlaganfall eine entscheidende Rolle. Neben klassischen oralen Therapien gewinnen auch parenterale Therapieoptionen zunehmend an Bedeutung, insbesondere bei Hochrisikopatienten oder unzureichender Zielwerterreichung.
Ein häufiges klinisches Problem stellt das geschwollene Bein dar. Die Differenzierung zwischen venöser Thromboembolie, chronisch-venöser Insuffizienz, Lymphödem oder Lipödem ist essenziell für die richtige Therapieentscheidung. Fehler in der initialen Einschätzung führen nicht selten zu verzögerter oder inadäquater Behandlung. Eine strukturierte Diagnostik und klare klinische Algorithmen sind daher von zentraler Bedeutung.
Auch der Diabetes mellitus beeinflusst die Gefäßgesundheit maßgeblich und ist ein zentraler Treiber für mikro- und makrovaskuläre Komplikationen. Die frühzeitige Erkennung sowie eine konsequente Therapie sind entscheidend, um Folgeerkrankungen wie den diabetischen Fuß zu vermeiden. Dieser stellt eine komplexe Herausforderung dar, die eine enge Zusammenarbeit zwischen Hausarzt, Diabetologie, Gefäßmedizin und Wundmanagement erfordert.
Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) ist ein weiteres Beispiel für eine Erkrankung mit hoher klinischer Relevanz und oft unzureichender Diagnoserate. Eine stadiengerechte Therapie sowie klar definierte Überweisungspfade sind entscheidend, um Progression und Komplikationen zu verhindern. Gleichzeitig müssen Aspekte der Versorgungsrealität, wie wirtschaftliche Verordnung und Regressvermeidung, in die therapeutischen Entscheidungen integriert werden.
Der komplexe Fall verbindet diese unterschiedlichen Aspekte zu einem praxisnahen Gesamtbild. Ziel ist es, klinische Entscheidungsprozesse zu schärfen, typische Fallstricke zu identifizieren und konkrete Strategien für den Alltag zu vermitteln. Durch die Verknüpfung von Gefäßmedizin, Diabetologie und kardiovaskulärer Prävention entsteht ein interdisziplinärer Ansatz, der der realen Versorgungssituation entspricht.
Das vollständige wissenschaftliche Programm mit Referenten und Zeitstruktur ist im Detail im Veranstaltungsdokument aufgeführt: Download Programm Der komplexe Fall