medpoint. Ärztliche Fortbildungen – CME-zertifiziert!
Samstag, 30.05.2026 | 09.00 – 14.00 Uhr | TRAFO HUB Braunschweig

Der komplexe Fall: Gefäßmedizin, Diabetes & kardiovaskuläre Risiken

Der komplexe Fall fokussiert typische und schwierige Entscheidungssituationen in der Gefäßmedizin. Im Mittelpunkt stehen kardiovaskuläre Risiken, Diabetes und differenzialdiagnostische Herausforderungen im klinischen Alltag.
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Programm
30.05.2026

Wissenschaftliche Leitung
Sanny Haase
Praxis für Gefäßmedizin Sanny Haase
15.30 Registrierung & kollegialer Austausch
16.00
Begrüßung, Einführung und Gesamtmoderation
Prof. Dr. Gero Puhl
Prof. Dr. Matthias Pross
Dr. René Pschowski
Prof. Dr. Andreas Sturm
16.05
Was sind die Qualitätsmerkmale einer guten Einrichtung für die Versorgung von GI Tumoren?
Prof. Dr. Michael Ghadimi
Universitätsmedizin Göttingen
16.20
Darmkrebsvorsorge 3.0, Krebsnachsorge aus gastroenterologischer Sicht
Dr. Rüdiger Berndt
Verein gastroenterologisch tätiger fachärztlicher Internisten in Berlin e. V.
Dr. Jens Aschenbeck
Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands e. V.
16.45
Möglichkeiten, Grenzen und zulässige „Grenzüberschreitung“ der endoskopischen Therapie bei GI Tumoren
Prof. Dr. Jürgen Pohl
Asklepios Klinik Altona
17.25
Individualisierung der Tumortherapie: Rolle des molekularen Tumorboards
Prof. Dr. Maximilian von Laffert
Universitätsklinikum Leipzig
17.40 Pause
18.00
Immer mehr Optionen beim Rektumkarzinom
Prof. Dr. Dominik Paul Modest
Charité – Universitätsklinikum Berlin
18.15
Impuls: Was kann Bildgebung (MRT) heute?
PD Dr. Bernd Frericks
DRK Kliniken Berlin Westend
18.25
Tumorboard mit Fallvorstellungen und Paneldiskussion
Dr. Oliver Haase
Caritas Klinik Maria Heimsuchung Berlin- Pankow
Dr. Manfred Karl Körner
DRK Kliniken Berlin Westend
PD Dr. Mario Müller
Vivantes Klinikum Neukölln
Dr. René Pschowski
DRK Kliniken Berlin Köpenick
Dr. Ingo Schwaner
Onkologische Schwerpunktpraxis Kurfürstendamm
Dr. Jobst von Einem
Onkologische Schwerpunktpraxis Tiergarten
19.00
Einfach operieren? Oder welche Mindeststandards sollen bei onkologischen Resektionen eingehalten werden?
Chirurgie: Prof. Dr. Dr. Roland S. Croner
Universitätsklinikum Magdeburg
Pathologie: PD Dr. Barbara Ingold-Heppner
Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH
19.35
Breaking Bad News: Kommunikation schlechter Nachrichten
Urs Münch
DRK Kliniken Westend
19.50 Get-together

Medizinischer Hintergrund der Veranstaltung

Gefäßmedizinische Patienten stellen häufig komplexe klinische Herausforderungen dar, da multiple Risikofaktoren und Komorbiditäten gleichzeitig berücksichtigt werden müssen. Insbesondere die Kombination aus Diabetes mellitus, arteriellen und venösen Gefäßerkrankungen sowie kardiovaskulären Risikoprofilen erfordert eine strukturierte und interdisziplinäre Herangehensweise.

Die leitliniengerechte Prävention und Therapie kardiovaskulärer Ereignisse bildet dabei eine zentrale Grundlage. Lipidmanagement spielt insbesondere bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit oder nach Schlaganfall eine entscheidende Rolle. Neben klassischen oralen Therapien gewinnen auch parenterale Therapieoptionen zunehmend an Bedeutung, insbesondere bei Hochrisikopatienten oder unzureichender Zielwerterreichung.

Ein häufiges klinisches Problem stellt das geschwollene Bein dar. Die Differenzierung zwischen venöser Thromboembolie, chronisch-venöser Insuffizienz, Lymphödem oder Lipödem ist essenziell für die richtige Therapieentscheidung. Fehler in der initialen Einschätzung führen nicht selten zu verzögerter oder inadäquater Behandlung. Eine strukturierte Diagnostik und klare klinische Algorithmen sind daher von zentraler Bedeutung.

Auch der Diabetes mellitus beeinflusst die Gefäßgesundheit maßgeblich und ist ein zentraler Treiber für mikro- und makrovaskuläre Komplikationen. Die frühzeitige Erkennung sowie eine konsequente Therapie sind entscheidend, um Folgeerkrankungen wie den diabetischen Fuß zu vermeiden. Dieser stellt eine komplexe Herausforderung dar, die eine enge Zusammenarbeit zwischen Hausarzt, Diabetologie, Gefäßmedizin und Wundmanagement erfordert.

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) ist ein weiteres Beispiel für eine Erkrankung mit hoher klinischer Relevanz und oft unzureichender Diagnoserate. Eine stadiengerechte Therapie sowie klar definierte Überweisungspfade sind entscheidend, um Progression und Komplikationen zu verhindern. Gleichzeitig müssen Aspekte der Versorgungsrealität, wie wirtschaftliche Verordnung und Regressvermeidung, in die therapeutischen Entscheidungen integriert werden.

Der komplexe Fall verbindet diese unterschiedlichen Aspekte zu einem praxisnahen Gesamtbild. Ziel ist es, klinische Entscheidungsprozesse zu schärfen, typische Fallstricke zu identifizieren und konkrete Strategien für den Alltag zu vermitteln. Durch die Verknüpfung von Gefäßmedizin, Diabetologie und kardiovaskulärer Prävention entsteht ein interdisziplinärer Ansatz, der der realen Versorgungssituation entspricht.

Das vollständige wissenschaftliche Programm mit Referenten und Zeitstruktur ist im Detail im Veranstaltungsdokument aufgeführt: Download Programm Der komplexe Fall

Sponsoren

GOLD-PARTNER
DRK Kliniken Berlin
EUR 3.000
SILBER-PARTNER
Bristol Myers Squibb
EUR 1.500
Celltrion healthcare
EUR 1.500
Falk Foundation
EUR 1.500
BRONZE-PARTNER
AstraZeneca GmbH

EUR 1.000

Roche Pharma AG

EUR 1.000

Danone

EUR 250