Rhythmologie im Fokus
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Programm
18.03.2026
Medizinischer Hintergrund der Veranstaltung
Die Rhythmologie entwickelt sich dynamisch weiter – insbesondere im Bereich der Schlaganfallprävention nach Vorhofflimmerablation haben neue Studienergebnisse in den vergangenen Monaten wichtige Impulse gesetzt. Die Frage nach der optimalen Antikoagulationsstrategie nach erfolgreicher Ablation bleibt hochrelevant und erfordert eine differenzierte, individuelle Risikoabwägung, insbesondere bei älteren Patienten und bei Patienten mit Herzinsuffizienz.
Zusätzliche Aufmerksamkeit hat jüngst die Publikation der CLOSURE-AF-Studie erlangt. Sie liefert erstmals randomisierte Daten zur linksatrialen Vorhofohr-Okklusion im Vergleich zur medikamentösen Antikoagulation bei Hochrisikopatienten mit Vorhofflimmern. Die Ergebnisse haben das Potenzial, die Rolle des Vorhofohrverschlusses im klinischen Alltag neu zu definieren und werfen zentrale Fragen auf:
- Welche Patientinnen und Patienten profitieren heute noch von einem LAA-Occluder?
- Welche Bedeutung hat der Vorhofohrverschluss im Kontext einer vorangegangenen oder geplanten Ablation?
- Und wie lassen sich interventionelle und medikamentöse Strategien sinnvoll kombinieren?
Darüber hinaus richtet sich der Blick zunehmend in die Zukunft der medikamentösen Schlaganfallprävention. Neue Substanzklassen wie die Anti-XIa-Antikoagulanzien versprechen eine effektive Thromboembolieprophylaxe bei potenziell reduziertem Blutungsrisiko und könnten die therapeutischen Optionen in den kommenden Jahren grundlegend erweitern.
Neben diesen strategischen Fragestellungen kommt auch die klassische rhythmologische Diagnostik nicht zu kurz: Im interaktiven Format „EKG des Monats“ werden ausgewählte Fälle vorgestellt und gemeinsam diskutiert – mit direktem Praxisbezug und hohem Lernwert für den klinischen Alltag.