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Rhythmologie im Fokus

Mittwoch, 18.03.2025 | 17.30-20.30 Uhr
Kaiserin-Friedrich-Haus & Online | Robert-Koch-Platz 7, 10115 Berlin
Veranstalter: medpoint GmbH
Zertifizierung beantragt

Programm

Die Veranstaltung „Rhythmologie im Fokus – Neues zur Antikoagulation“ am 18. März 2026 in Berlin widmet sich einem Kernbereich der modernen Kardiologie, der sich in den vergangenen Jahren besonders dynamisch weiterentwickelt hat. Die Rhythmologie steht dabei exemplarisch für den engen Zusammenhang zwischen präziser Diagnostik, individualisierter Therapie und langfristiger Prognoseverbesserung bei Patientinnen und Patienten mit Herzrhythmusstörungen. Im Zentrum der Veranstaltung steht die Frage, wie aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zur Antikoagulation sinnvoll in die tägliche rhythmologische Praxis integriert werden können.

Die Rhythmologie ist heute weit mehr als die Behandlung von Vorhofflimmern oder die Durchführung elektrophysiologischer Interventionen. Sie umfasst ein komplexes Zusammenspiel aus Risikostratifizierung, medikamentöser Therapie, interventionellen Verfahren und langfristiger Nachsorge. Gerade die Antikoagulation stellt dabei einen zentralen Baustein dar, da sie maßgeblich über Schlaganfallprävention, Blutungsrisiken und Lebensqualität entscheidet. Die Veranstaltung greift diese Aspekte auf und beleuchtet sie aus unterschiedlichen klinischen Perspektiven.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, wie mit der Antikoagulation nach Ablation umzugehen ist. In der Rhythmologie ist dies ein häufig diskutiertes Thema, da sich klinische Praxis, Leitlinien und individuelle Patientenfaktoren nicht immer eindeutig decken. Aspekte wie Alter, Herzinsuffizienz, Komorbiditäten und prozedurale Ergebnisse spielen eine entscheidende Rolle. Die differenzierte Betrachtung dieser Faktoren ist essenziell, um Über- oder Untertherapie zu vermeiden und die Versorgung nachhaltig zu verbessern.

Darüber hinaus wird die Rolle des Vorhofohrverschlusses kritisch diskutiert. Die Rhythmologie hat in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte bei interventionellen Alternativen zur oralen Antikoagulation gemacht. Die Frage, welche Patientinnen und Patienten nach Ablation weiterhin von einem LAA-Verschluss profitieren, ist hochrelevant für die klinische Entscheidungsfindung. Hier zeigt sich, wie wichtig eine individualisierte Herangehensweise ist, die anatomische, funktionelle und klinische Parameter gleichermaßen berücksichtigt.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf zukünftigen Entwicklungen in der Antikoagulation. Neue Wirkstoffklassen wie Anti-XIa-Antikoagulanzien könnten die Rhythmologie nachhaltig verändern, indem sie das Gleichgewicht zwischen thromboembolischer Prävention und Blutungsrisiko neu definieren. Die Einordnung dieser Substanzen im Vergleich zu etablierten Therapien ist für die klinische Praxis von großer Bedeutung und eröffnet neue Perspektiven für eine noch sicherere Langzeitbehandlung.

Auch die diagnostische Kompetenz bleibt ein zentrales Element der Rhythmologie. Das EKG ist trotz moderner Bildgebung und digitaler Technologien weiterhin ein unverzichtbares Werkzeug. Die strukturierte Analyse elektrokardiografischer Befunde liefert entscheidende Hinweise auf Rhythmusstörungen, Therapieeffekte und potenzielle Komplikationen. Die Veranstaltung unterstreicht, dass eine fundierte EKG-Interpretation nach wie vor eine Kernkompetenz der Rhythmologie darstellt.

Neben den inhaltlichen Schwerpunkten steht der kollegiale Austausch im Mittelpunkt. Die Rhythmologie lebt von Erfahrung, Diskussion und dem Abgleich unterschiedlicher klinischer Herangehensweisen. Gerade bei komplexen Fragestellungen zur Antikoagulation profitieren Ärztinnen und Ärzte von der gemeinsamen Reflexion realer Versorgungssituationen. Die Veranstaltung schafft hierfür einen Rahmen, der wissenschaftliche Evidenz und klinische Realität miteinander verbindet.

Insgesamt zeigt die Veranstaltung, wie sehr sich die Rhythmologie in Richtung einer personalisierten Medizin entwickelt hat. Standardisierte Konzepte werden zunehmend durch individuelle Therapieentscheidungen ergänzt, die auf differenzierter Diagnostik und aktueller Evidenz basieren. Die Verbindung von Ablation, Antikoagulation, interventionellen Alternativen und zukünftigen Therapieansätzen macht deutlich, dass die Rhythmologie ein hochdynamisches Fachgebiet bleibt.

Wer die Rhythmologie in ihrer gesamten Breite verstehen möchte, erhält hier fundierte Einblicke in aktuelle Entwicklungen, praxisrelevante Entscheidungsprozesse und zukünftige Perspektiven. Die Veranstaltung verdeutlicht, dass moderne Rhythmologie nicht nur technischer Fortschritt ist, sondern vor allem eine konsequent patientenzentrierte Disziplin, die Sicherheit, Wirksamkeit und individuelle Lebenssituation gleichermaßen berücksichtigt.

Wissenschaftliche Leitung
Prof. Dr. Philipp Attanasio
Prof. Dr. Gerhard Hindricks
Univ.-Prof. Dr. Ulf Landmesser
Deutsches Herzzentrum der Charité (DHZC)
17.30
Registrierung, Begrüßungssnack & Networking
18.10
Begrüßung, Einführung und Gesamtmoderation
Prof. Dr. Philipp Attanasio
18.10
Antikoagoagulation nach Ablation? Absetzen bei wem? Der alte Patient, der Patient mit Herzinsuffizien?
PD Dr. Verena Tscholl
Deutsches Herzzentrum der Charité (DHZC)
18.35
Wer benötigt jetzt noch einen LAA Occluder? Ablation und Vorhofohrverschluss?
Prof. Dr. Leif-Hendrik Boldt
Deutsches Herzzentrum der Charité (DHZC)
19.00
Antikoagulation in der Zukunft? Anti Xla Antikoagulantien
Dr. Doreen Schöppenthau
Deutsches Herzzentrum der Charité (DHZC)
19.25
Das EKG des Monats
Prof. Dr. Gerhard Hindricks
Deutsches Herzzentrum der Charité (DHZC)
20.00
Ende der Veranstaltung & gemeinsamer Ausklang bei Wein und Snacks

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