CMD Summit 2026 – Das Herz in Gänze: epikardial & mikrovaskulär
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Programm
28.02.2026
Medizinischer Hintergrund der Veranstaltung
Der CMD Summit stellt die koronare mikrovaskuläre Dysfunktion in den Mittelpunkt der klinischen Entscheidungsfindung und adressiert damit ein zentrales Problem der modernen Kardiologie: Patienten mit Angina pectoris ohne hämodynamisch relevante epikardiale Stenose. Gerade in diesem Kollektiv stoßen klassische diagnostische Algorithmen häufig an ihre Grenzen. Der CMD Summit zeigt, wie sich Symptome besser verstehen lassen, wenn die Mikrozirkulation systematisch untersucht wird.
Zu Beginn steht die Frage nach der richtigen diagnostischen Strategie. Die koronarphysiologische Untersuchung ermöglicht heute eine differenzierte Beurteilung von epikardialer und mikrovaskulärer Pathologie. Druckdrahtmessungen werden durch Parameter der Mikrozirkulation ergänzt und erlauben eine deutlich präzisere Zuordnung der Beschwerden. Im CMD Summit wird dargestellt, wann diese Verfahren sinnvoll eingesetzt werden und welche therapeutischen Konsequenzen sich daraus ergeben.
Ein weiterer Schwerpunkt des CMD Summit ist die klinische Phänotypisierung. Die koronare mikrovaskuläre Dysfunktion stellt kein einheitliches Krankheitsbild dar, sondern umfasst verschiedene funktionelle und strukturelle Mechanismen. Symptomatik, Belastungsabhängigkeit und Begleiterkrankungen müssen gemeinsam interpretiert werden. Dadurch wird deutlich, dass es sich häufig nicht um eine Ausschlussdiagnose, sondern um eine eigenständige Form der koronaren Herzkrankheit handelt.
Therapeutisch reicht das Spektrum von interventionellen Strategien bei epikardialer Beteiligung bis zur gezielten medikamentösen Behandlung mikrovaskulärer Störungen. Der CMD Summit diskutiert aktuelle interventionelle Verfahren sowie moderne lipidsenkende Therapien zur Erreichung prognoserelevanter Zielwerte. Ergänzend werden neue Ansätze zur Behandlung persistierender Angina vorgestellt, die insbesondere für Patienten mit weiterhin bestehenden Beschwerden trotz leitliniengerechter Therapie relevant sind.
Besondere Aufmerksamkeit gilt geschlechtsspezifischen Aspekten. Die koronare mikrovaskuläre Dysfunktion tritt bei Frauen deutlich häufiger auf und erfordert eine angepasste diagnostische Bewertung. Der CMD Summit greift diese Unterschiede gezielt auf und ordnet sie in den klinischen Alltag ein.
Abschließend richtet der CMD Summit den Blick auf zukünftige Therapiekonzepte. Die Differenzierung zwischen funktioneller und struktureller Störung wird zunehmend entscheidend für individualisierte Behandlungsstrategien. Die Veranstaltung verbindet Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie zu einem konsistenten klinischen Entscheidungsmodell und unterstützt damit die Übertragung aktueller Erkenntnisse in die tägliche Versorgung.